Artikel und Fotos aus den Bereichen Dokumentation und Journalismus

Kiew – Kastanien, Kloster und Kriegerstatuen

Berlin und Kiew sind sich sehr ähnlich. Sozial wie architektonisch, sind die Spuren des Wegfalls des Ostblocks in beiden gut 3 Millionen Menschen fassenden Städten allgegenwärtig; noch. Kiews herausstechendster Blickfang ist eines der höchsten Monumente ihrer Art: die imposante Mutter-Heimat-Statue. Wo sie steht, am Westufer des Dnjepr, trifft neuere Geschichte auf die wiedererstarkte Orthodoxie im nicht weit entfernten, riesigen Lawra-Höhlenkloster-Komplex, wo speziell zum Osterfest eine mystisch-melancholische Stimmung herrscht… Weiterlesen

Berlin, Bomben und Bunker – Im Untergrund von Alexanderplatz und Moritzplatz

Berlin hat eine weltweit einzigartige Geschichte vorzuweisen, denn sowohl heiße Konflikte als auch der Kalte Krieg hinterließen ihre Spuren in der Stadt. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg erfuhr Berlin tiefgreifendste Änderungen. Die Stadt vergrößerte sich und musste ihre Infrastruktur sowohl an den Bevölkerungszuwachs anpassen als auch technisch en vogue sein lassen.… Weiterlesen

West-Berlins sowjetisches Erbe – Das Ehrenmal im Tiergarten

Der vorläufige Abschluss meiner Fotoserie „Ostdeutschlands sowjetisches Erbe“ widmet sich einem Paradoxon, dem ersten großen sowjetischen Ehrenmal auf Berliner Boden sowie gleichzeitig einzigen Gedenkstätte der Rotarmisten auf West-Berliner Territorium. Unübersehbar in Sichtweite von sowohl Reichstag als auch Brandenburger Tor gelegen, wurde es rund um die Uhr von Soldaten bewacht.… Weiterlesen

Ostdeutschlands sowjetisches Erbe – Olympisches Dorf und die Kaserne von Elstal

Beim Olympischen Dorf denkt man zunächst ans Jahr 1936, ergo an Hitler und die Nazis sowie den im dortigen Hindenburg-Haus gipfelnden Kult um den ehemaligen deutschen Weltkriegshelden und späteren Reichspräsidenten. Doch auch die Sowjetarmee nistete sich im strategisch günstig gelegenen Elstal und der dortigen Löwen-Adler-Kaserne ein. Interessant aber wird’s im Olympischen Dorf, wo man neben einer grandiosen verlassenen Schwimmhalle auch auf eine interessante historische Melange klar erkennbarer Nazi-Elemente vermischt mit Sowjet-Ikonografie trifft… Weiterlesen

Ostdeutschlands sowjetisches Erbe

Manch Angehöriger der westlichen Hemisphäre mag sie im Rahmen seiner digital in Gut und Böse kategorisierenden Dämonisierung als Propaganda oder Verklärung missinterpretieren, meine Fotoserie „Ostdeutschlands sowjetisches Erbe“ aber treibe ich voran, weil ich mich grundsätzlich für Geschichte interessiere. Und die Geschichte der Sowjetunion ist alles andere als uninteressant. Sie ist einzigartig und war, ob ich es will oder nicht, Teil meines eigenen Lebens und Aufwachsens… Weiterlesen

Auschwitz – Des Menschen dunkelste Seite

Am 27. Januar 1945, ergo vor 71 Jahren, befreite die Rote Armee den Lagerkomplex von Auschwitz. Der Name dieser südpolnischen Stadt steht seither stellvertretend für eines der größten Gräuel der Menschheitsgeschichte und für die hässlichste Seite der Fratze namens Krieg Weiterlesen

Ostdeutschlands sowjetisches Erbe – Der Adlerhorst in Sperenberg

„Märkische Heide, märkischer Sand“ – davon handelt die Brandenburger Hymne. Von beidem gibt’s in Sperenberg südlich Berlins mittlerweile genug denn der Regisseur des einstigen großen Flugplatzes hört nicht mehr auf den Namen Sowjetarmee sondern Natur. Von der DDR für den großen sowjetischen Bruder erbaut, nutzten die Russen den Flugplatz bis ins Jahr 1994.… Weiterlesen

Ostdeutschlands sowjetisches Erbe – Krampnitzer Panzer vor den Toren Berlins

Krampnitz in der Nähe von Potsdam, vor den Toren Berlins, war ein großer Militärkomplex der Panzertruppen der ehemaligen GSSD, der Gruppe Sowjetischer Streitkräfte in Deutschland. Zeitzeugen, wie es verlassene Kasernen sind, verschwinden sukzessive, entweder weil sich die Natur unerbittlich zurückholt was ihr gehört, oder aber weil der Mensch alles dem Erdboden gleich macht.… Weiterlesen

Pub Crawl Namibia

Im Norden Namibias, zwischen der riesigen Etosha-Salzpfanne und der Grenze zu Angola, reihen sich zwischen den Orten Oshakati, Oshikuku und Outapi dutzende Bars aneinander. Teils sind sie Produkt der Gegenwart, teils aber auch Zeuge des Unabhängigkeitskampfes von ehemals Deutsch-Südwestafrika, denn die im Zuge des südafrikanischen Grenzkriegs gekommenen Soldaten waren nicht anders als die Streitmächte heute, sie betranken sich gern und bespaßt zu werden stand auch auf dem Programm.… Weiterlesen

1986 – Die nukleare Hölle Tschernobyls und der Fuchs der Geisterstadt Prypjat

In der Nordukraine, an der Grenze zu Weißrussland liegt die Geisterstadt Prypjat. 1986 ereignete sich dort, lediglich 120km Luftlinie von der ukrainischen Hauptstadt Kiew entfernt, eine Katastrophe und Tragödie epischen Ausmaßes als der nukleare Kern des Reaktorblocks 4 des nahegelegenen Atomkraftwerks Tschernobyl schmolz und eine Explosion verursachte. Das von der Detonation in die Atmosphäre geschleuderte strahlende Material verseucht die Umgebung für Jahrhunderte und zog auch Zentraleuropa in Mitleidenschaft.… Weiterlesen