Kurz und schmerzlos – Die Berliner U4

Wenn im Jahr 2019 die U55 in der U5 aufgeht, wird die U4 auch offiziell wieder die kürzeste aller Berliner U-Bahnlinien sein. Die lediglich 2,9 Kilometer messende Strecke zwischen Nollendorfplatz und Innsbrucker Platz geht voll und ganz auf die Kappe der damals eigenständigen Stadt Schöneberg, denn sie hob sie aus der Taufe und setzte somit die erste kommunale U-Bahn Deutschlands durch. Auch heute noch spielt die U4 in der Infrastruktur des Bezirks, wo Präsident Kennedy seine bedeutende Rede hielt, eine wichtige Rolle.

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Los geht es am Nollendorfplatz, wo Cindy aus Marzahn (Ostberlin) von Plakaten grüßt und die U-Bahn auf die Reise durch den Westteil der Stadt schickt. Dort, am Nollendorfplatz, trifft die U4 auf die Linien 1, 2 und 3 und während all diese Bahnen in Wochenendnächten verkehren, steht die U4 samstag- und sonntagnachts still.

Die U4 ist nicht gerade die frequentierteste aller U-Bahnen, weshalb Kurzzüge eingesetzt werden. Und die sind mit lediglich zwei Wagen alles andere als lang… Diese Züge halten mal hinten und mal vorn, was vor dem Hintergrund eines gut 150m langen Bahnsteigs irgendwie niedlich aussieht.

Außer dem Stopp am Rathaus Schöneberg, der ehemaligen Station Stadtpark, befinden sich alle Bahnhöfe unter der Erde. Die Station Rathaus Schöneberg wurde damals de facto in einem kleinen Sumpf errichtet, welcher mit dem Aushub der U-Bahntunnel trockengelegt wurde.

Diese Fotoserie entstand strikt mit Blende 1.4 und 24mm Brennweite, sowie in Zusammenarbeit mit einem Fotografenfreund Torsten Goltz. Etliche Bahnhöfe, vor allem die historischen sind nicht zu 100% symmetrisch. Die Linien können daher u.U. nicht exakt geometrisch sein.
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